Dr. Goldner & Dr. Seufzer

Kinderärztliche Gemeinschaftspraxis

Grünstadt


Asthma bei Kindern


Leider ist Asthma im Kindesalter keine seltene Erkrankung. Die Häufigkeit liegt bei ca. 10%. Wichtig ist an diese Erkrankung zu denken, falls Ihr Kind unter immer wiederkehrenden Symptomen der Atemwege, wie z.B. Husten, Luftnot, Hüsteln und Räuspern, Husten nach Kontakt mit Tieren oder unter körperlicher Belastung reagiert. Zur Vermeidung von Spätfolgen ist die adäquate Behandlung wichtig.

Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter.


Häufigste Ursache sind Allergien. Aber auch andere Ursachen, wie Infekte, körperliche Anstrengung u.a. können Asthmabeschwerden auslösen.


Säuglinge, die häufig an obstruktiven Bronchitiden gelitten haben, haben ein höheres Risiko ein Asthma zu entwickeln. Im Säuglingsalter sind virale Atemwegsinfekte in erster Linie verantwortlich für die beim Asthma typische Verengung der Atemwege, im Kleinkindes- und Schulalter mehr allergische Faktoren. Durch die Verengung der Atemwege wird die Ausatmung erschwert; man hört außer dem Husten ein Pfeifen oder „Giemen“, bemerkt ein erschwertes Atmen, das Kind benutzt seine Atemhilfsmuskulatur, die Muskeln zwischen den Rippen oder dem Bereich zwischen Kinn und Brustbein spannen sich, das Kind atmet „schwerer“ und schneller als üblich.

Wichtig in erster Linie:


Die Diagnostik

das Erfragen der Symptome (Anamnese)

das Abhören (Auskultation) und Beobachten wie das Kind atmet (Inspektion)

bei lang andauerndem sonst nicht geklärten Husten ein Röntgenbild

ein Blutbild, eventuell ein Tuberkulosetest

ein Allergietest (entweder aus dem Blut oder auf der Haut)

eine Lungenfunktionsprüfung (wenn das Kind entsprechend mitarbeiten kann)


Die Therapie

je nach Ursache richten sich die Medikamente. Falls eine Allergie als Auslöser festgestellt wurde, gilt: Vermeiden des Allergens ist die beste Therapie!

Es gibt Medikamente, die vorbeugend wirken, hierzu zählen DNCG, Nedocromil, Kortisonpräparate und neuerdings auch so genannte Leukotrienantagonisten. Diese Medikamente müssen, Ausnahme Leukotrienantagonisten, regelmäßig inhaliert werden. Auch für ganz kleine Säuglinge gibt es Möglichkeiten der Inhalationstherapie. Die Leukotrienantagonisten (Singulair ®) sind als Tabletten erhältlich und zur Zeit ab dem 2. Lebensjahr zur Therapie zugelassen.

Die andere Sorte von Medikamenten hilft die akute Atemwegsverengung zu beseitigen: ß-Mimetika, Anticholinergika oder -früher häufiger benutzt- Theophyllinpräparate. Auch die Leukotrienantagonisten (Singulair ®) haben atemwegserweiternde Eigenschaften.

Bestimmten - nicht allen! - auch hier berät Sie Ihr allergologisch geschulter Kinderarzt - Allergenen kann man nicht „aus dem Weg gehen“, eine Hyposensibilisierung kann hier helfen. Das ist sozusagen eine „Impfung“ gegen das auslösende Allergen. Standardmäßig bedeutet das eine Therapie mit Injektionen über ca. 3 Jahre, die Injektionsintervalle sind abhängig vom Typ der Hyposensibilisierung (Beratung beim Kinderarzt). Es gibt auch die Möglichkeiten einer Hyposensibilisierung mit Tropfen, die geschluckt werden; die wissenschaftlichen Daten für diese sog. „Sublinguale Hyposensibilisierung“ bei Kindern sind allerdings noch unzureichend. Informationen hierüber hat Ihr Kinderarzt.


Asthmaschulung

Neben Richtlinien zur Asthmatherapie bei Kindern, die die Fachgesellschaften, wie z.B. die Deutsche Gesellschaft für Kinderheilkunde empfiehlt, gibt es Richtlinien zur „Asthmaschulung bei Kindern“. (Anmerkung: Richtlinien dienen der Standardisierung und Optimierung der Diagnostik bzw. Therapie. Richtlinien verfassen Gremien von Fachgesellschaften, wie zum Beispiel der „Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin“.). In solchen Schulungen können Patienten und Eltern mehr zum Thema „Asthma bei Kindern“ erfahren, lernen mehr über die Symptome, das Krankheitsbild, die Medikamente, wie man sich in Notfällen verhalten sollte und den allgemeinen Umgang mit der Krankheit. Über entsprechende Schulungsangebote in Ihrer Nähe informiert Sie Ihr Kinderarzt. In der Regel übernehmen die Krankenkassen hierfür die Kosten. Solche Schulungen vermitteln Ihnen und Ihrem Kind ein umfangreiches Wissen über das Thema Asthma und das Management des Asthmas bei Ihrem Kind. Genauso wie ein an Diabetes erkranktes Kind geschult wird im Umgang mit seiner Erkrankung, seiner Ernährung, seinen Medikamenten erlernt hier der Asthmapatient und seine Angehörigen den Umgang mit der Erkrankung, den Medikamenten, den Inhalationsmöglichkeiten, dem Verhalten in Notfällen und so weiter.


Im Rahmen meiner Ausbildung zum Kinderarzt war ich mehrere Jahre in der pulmologisch-allergologischen Ambulanz der Kinderklinik Mannheim tätig, habe dort Kinder mit Allergietesten und Lungenfunktionsprüfungen untersucht und behandelt. Ich bilde mich regelmäßig auf diesem Sektor fort (Mitarbeit im Allergieprojekt Rheinland-Pfalz, Mitarbeit im pulmologischen Qualitätszirkel Kurpfalz, Mitarbeit in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter), da die Behandlung von „Asthmakindern“ zu meinem „Steckenpferd“ gehört.


Diese Erfahrungen können wir in unserer Praxis nutzen.


Zusammen mit meinem Kollegen Dr. Eickhoff aus Neuhofen haben wir die „AG Asthmaschulung Pfalz-Vorderpfalz“ gegründet und führen mehrmals im Jahr Asthmaschulungen durch.

Infos: ( homepage Asthma- Neurodermitisschulung Pfalz-Vorderpfalz )


In unserer Praxis

Wir bieten Ihnen allergologische Untersuchungen, Lungenfunktionsprüfungen, Hyposensibilisierungs-behandlungen und eine qualifizierte Asthmatherapie für Ihr Kind auf der Basis aktueller Richtlinien an.


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